...wie jeden Morgen, stehe ich an der selben Stelle am Straßenrand. Es herrscht starker Verkehr, viele Autos ziehen an mir vorüber, eines nach dem anderen. Die Geräusche ihrer Motoren kündigen sie frühzeitig an, dröhnen mir in den Ohren, wenn sie an mir vorbeirauschen und verlieren sich in der Entfernung.

 

Ich bemerke, wie ich mitzähle, denn mich erinnert der stoßweise vorbeiziehende Verkehr an Wellen, die in gleichmäßigen Sets auf den Strand zurollen, sich aufbäumen, laut donnernd brechen, bevor sie am Strand auslaufen und sich ganz verlieren. Und jedes dieser Sets geht mit der achten Welle, einem Brecher, zu Ende und beginnt nach kurzer Pause von neuem. Ich zähle den siebten Wagen, einen blauen VW Bulli, und gleich danach donnert ein 7,5 Tonner an mir vorbei. Es tritt ein wenig Ruhe ein, und ich nutze diese Phase, bis der nächste Schwung kommt und renne schnell auf die  gegenüberliegende Seite.

 

 

Ich erreiche gerade noch die U–Bahn, kann mich inmitten der Menge von Menschen aber nirgendwo mehr festhalten. Als der Zug mit einem leichten Ruck anfährt, gehe ich leicht in die Hocke, um das Gleichgewicht zu halten. In der Beuge stehe ich dynamisch in der Bahn, wie auf meinem Longboard, und gleiche jede kleinste Schwankung gekonnt aus. So surfe ich bis zum Alexanderplatz.

 

Ich verlasse die U–Bahn, um in die S-Bahn umzusteigen. Als ich über den Platz laufe, scheucht ein Mann mit seinen beiden Labrador Retrievern ein paar Möwen vor mir auf, die sich offensichtlich im Brunnen erfrischt hatten. Wieso gibt es eigentlich mitten in Berlin Möwen, frage ich mich? Doch wie sie da so losfliegen und ihre Kreise ziehen, überkommt mich ein Gefühl der absoluten Freiheit. Verträumt erreiche ich den S–Bahnhof und höre aus der Ferne bereits das Zischen der Gleise. Die S–Bahn fährt ein. Hoffentlich ist die auch voll...

 



Die Idee

 

Wer die Nord- oder Ostsee nicht unmittelbar in der Nähe hat oder in München gerade den Eisbach surft, kann seiner Leidenschaft, dem Wellenreiten, meist nur wenige Male im Jahr nachgehen. So verbringt man mehr Zeit in der Stadt als am Strand - ein (unerträglicher) Zustand, den wohl die meisten Binnen-Surfer kennen.


Für die surflose Zeit, zurück in der Stadt, bringt DUCKDIVER den »Surfers' Lifestyle« nach Hause. Die speziellen Produkte tragen das Lebensgefühl in die urbane Umgebung – hochwertige, surfspezifische Materialien, Techniken und Funktionalitätn erinnern auch in den eigenen vier Wänden immer an die Leidenschaft und helfen die lange Zeit des Überwinterns...

 

 

Das Label

 

Das Label »DUCKDIVER« wurde 2003 von Mathias Muchenberger gegründet. Er hat an der Universität der Künste in Berlin Industrie Design studiert. Selber aktiver Surfer hat er zunächst sein eigenes Board entworfen und gebaut, dann die Technik des »shaping« auf den Möbelbau angewandt. Hierbei entstand das Konzept »DOWNTOWN SURFER« und  »URBAN SURFCULTURE«.


Seit 2004 entwickelt, produziert und vertreibt der Berliner Designer seine Produktideen..